2017 wird das Jahr des nachhaltigen Tourismus

Die UNO erklärt 2017 zum internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus und möchte ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der Reiseindustrie aufzeigen. Wir sind gespannt was sich da so alles tun wird und treiben schon seit längerem die Entwicklung eines nachhaltigen Mountainbike-Tourismus proaktiv voran.



2017 ist Internationales Jahr des nachhaltigen Tourismus

Die UN-Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2017 zum Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus ausgerufen. Der Beschluss vom 4. Dezember 2015 erkennt "die Bedeutung des internationalen Tourismus und insbesondere die Benennung einer internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für die Entwicklung und Förderung einer besseren Verständigung zwischen den Völkern an. Damit soll zu einem größeren Bewusstsein für das reiche Erbe der verschiedenen Zivilisationen und zu einer besseren Anerkennung der Werte der verschiedenen Kulturen und damit zur Stärkung des Friedens in der Welt beigetragen werden." (Quelle)

Diese Entscheidung folgt der Anerkennung durch die weltweit führenden Unternehmen bei der UN- Konferenz über nachhaltige Entwicklung (Rio + 20) , dass ein "gut gestalteter und gut verwalteter Tourismus" in den drei Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann wie beispielsweise die Schaffung von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung.

Woher kommt der Begriff der Nachhaltigkeit?

"Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!" So formulierte Hans-Karl von Carlowitz 1713 als erster das Prinzip der Nachhaltigkeit in seinem Buch über die Ökonomie der Waldkultur "Silvicultura oeconomica". (Quelle)


Das in der Forstwirtschaft seit Jahrhunderten angewandte Prinzip der Nachhaltigkeit ist unter dem Aspekt der Ökonomik als Art des Wirtschaftens zu bezeichnen, bei welcher derzeitige Bedürfnisse befriedigt werden, ohne zukünftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu entziehen (Sustainable Development). Kennzeichnung der Nachhaltigkeit ist ein langfristig orientiertes Denken und Handeln mit dem Ziel, ein Fließgleichgewicht der natürlichen Ressourcen zu erreichen. (Quelle)

Was bedeutet Nachhaltigkeit für die Entwicklung von touristischen Produkten? 

Häufig findet bei der Entwicklung von Tourismusprodukten eine nachhaltige Betrachtungsweise nicht oder nur vermindert statt. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlicher Natur sein: Neben mangelndem Know-How spielen oftmals auch Zeitfaktoren eine Rolle. Das Resultat sind stark angebotsorientierte und an der Zielgruppe vorbei-entwickelte Produkte, welche keinen Zugewinn für die regionale Wirtschaft, Umwelt- und Naturschutz und das soziale (touristische) Miteinander erzeugen. Die drei (Haupt-)Dimensionen der Nachhaltigkeit müssen bei der Entwicklung von touristischen Produkten genau verstanden - und auch umgesetzt - werden:

1. Ökonomische Dimension

2. Ökologische Dimension

3. Soziokulturelle Dimension

Nachhaltige Mountainbike-Tourismusprodukte

Für die Entwicklung von nachhaltig gestalteten Mountainbike-Angeboten sind primär die folgenden Faktoren relevant:

 

1. Ökonomische Faktoren

Wie kann eine touristische Wertschöpfung erreicht werden? Welche ökonomischen Strukturen befinden sich bereits in der Region und wo kann oder soll ein Zugewinn erfolgen? Sind dafür Rundkurse mit nur einer Übernachtung in der Region und logistischem Aufwand für Gepäcktransport und Hotelbuchungen das richtige Produkt oder sollten es lieber Angebote sein, wo der Kunde mehrere Tage in der Region verbringt? Welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen sein?

 

2. Ökologische Faktoren

Die Lenkung von Besucherströmen bis hin zur Konfliktvermeidung durch eine aktive Gestaltung von Infrastruktur sind Aspekte, wie Umwelt- und Naturschutzbedenken aufgegriffen und berücksichtigt werden können. Wenn das Angebot in ausgewiesenen Flächen so attraktiv gestaltet ist, sodass eben auch nur dieses konsumiert wird, dann werden zukünftig Naturschutzgebiete und Ökosysteme in friedlicher Koexistenz mit Mountainbikern ihr berechtigtes Dasein fristen können.

 

3. Soziokulturelle Faktoren

Auch hier trifft die Lenkung von Besucherströmen genau ins Schwarze. Eine Frage muss jedoch ehrlich beantwortet werden: Gibt es wirklich so viel Konfliktpotential oder sind es eher Einzelfälle, die in den Tourismusbüros vor Ort und in den Medien durch ihre Präsenz einen langfristigen Eindruck machen? Sicherlich ist das regional sehr unterschiedlich.


Interessant dazu ist: Einer Untersuchung in Graubünden zufolge stören sich ein Viertel aller befragten Wanderer an Mountainbikern genau so sehr wie an Hunden und für knapp ein Fünftel aller Befragten sind auch andere Wanderer maßgebliche Störfaktoren. (Quelle)


Die Agentur destination to market ist Spezialist für Tourismusmarketing im Mountainbike- und Aktivtourismus und unterstützt Tourismusbetriebe in zielgruppenspezifischer Vermarktung und Produktentwicklung. Wir arbeiten mit internationalen klein- und mittelständischen Tourismusunternehmern, welche sowohl langjährige Erfahrung als auch große Begeisterung für das Thema Fahrrad- und Aktivurlaub mitbringen.


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Tanja Brunnhuber

Geschäftsführerin

destination to market

TOURISMUSMARKETING & CONSULTING

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